Manastschi, Komus und Maultrommel: Erleben Sie die lebendige Musik der Nomaden Kirgistans bei einem privaten Abend in der Jurte mit xtravel.

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Alle anzeigenLange Zeit hatten die Kirgisen kaum geschriebene Literatur – dafür aber den Manas: die Geschichte eines Helden, der zerstrittene Stämme vereinte, fortgesetzt durch seinen Sohn Semetei und seinen Enkel Seitek. Überliefert wurde das Epos allein mündlich, von Erzählern, den Manastschi. Die vollständigsten Fassungen, die im 20. Jahrhundert aufgezeichnet wurden, umfassen Hunderttausende Verse. Heute steht die Trilogie auf der UNESCO-Liste des immateriellen Kulturerbes – und ist dennoch kein Museumsstück, sondern auf Festen, in Schulen und auf den Sommerweiden lebendig.
Ein Manastschi trägt nicht einfach vor. Er gerät in einen fast tranceartigen Zustand: Der Rhythmus beschleunigt sich, die Stimme wechselt zwischen Donnern und Flüstern, die Hände zeichnen galoppierende Pferde und Schlachten in die Luft. Viele Erzähler berichten, die Gabe sei ihnen im Traum gekommen – Manas selbst habe sie gerufen. Auch ohne ein Wort Kirgisisch spürt man: Das hier ist älter als jedes Theater.

Die Stimme der Nomadenmusik ist die Komus: drei Saiten, bundloser Hals, ein Korpus aus einem einzigen Stück Holz, meist Aprikose. Gespielt werden Küü – Instrumentalstücke ohne Worte, die den Passgang eines Pferdes, die Klage einer Mutter oder den Wind am Pass erzählen. Dazu kommen die gestrichene Kyl-Kyjak mit Saiten aus Rosshaar, die Maultrommel Temir-Komus, oft von mehreren Musikern gleichzeitig gespielt, und die Hirtenflöte Tschoor. Eine eigene Kunst ist der Aitysch, ein improvisierter Dichterwettstreit, bei dem der schlagfertigste Sänger gewinnt.

Diese Musik gehört in die Jurte, nicht auf die Bühne: draußen Dämmerung, drinnen ein knisternder Ofen, auf dem Dastarchan Tee, Boorsok-Gebäck und Fleisch. Wir organisieren den Abend als exklusives Konzert nur für Ihre Gruppe. Ein Manastschi trägt eine Episode des Epos vor, danach spielen Musiker Küü und erklären ihre Instrumente. Gäste dürfen die Komus selbst halten und der Maultrommel einen ersten Ton entlocken – meist der heiterste Moment des Abends. Ihr Guide übersetzt die Handlung, ohne den Vortrag zu unterbrechen.

Ideal ist er am ersten Tag in einer Jurte vor den Toren Bischkeks, am Ufer des Issyk-Kul oder auf den Hochweiden am Song-Kul, wo die Hirten im Sommer ihre Lager aufschlagen. Kombinieren lässt er sich wunderbar mit einem Festmahl aus unserer kulinarischen Route durch den Norden Kirgistans oder mit einem Handwerkstag, wie wir ihn im Beitrag über die Filzkünstlerinnen von Kotschkor beschreiben. Für Unternehmen wird er zum stimmungsvollen Höhepunkt von Firmen- und Incentive-Reisen.

Musiker und Erzähler wählen wir passend zum Anlass aus – ein intimer Abend zu zweit, ein Familienessen oder ein Fest für eine größere Runde. Inspiration finden Sie in unseren kuratierten Kulturreisen; um einen Manas-Abend in Ihre Route aufzunehmen, schreiben Sie dem xtravel-Team.
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