Beschbarmak, Kymys, Boorsok: eine private Genussroute durch Nordkirgistan mit Familienessen und Sommerweiden – und was den Norden vom Süden unterscheidet.

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Alle anzeigenDie kirgisische Küche erschließt sich nicht im Restaurant, sondern am Dastarchan – dem niedrigen Tisch, den die Gastgeberin schon deckt, bevor man die Schuhe ausgezogen hat. Fladenbrot, goldene Boorsok, Trockenfrüchte, Butter, Kaimak-Rahm und Milchtee, erst danach das Hauptgericht. Deshalb planen wir kulinarische Reisen durch Nordkirgistan nicht entlang von Restaurants, sondern entlang von Menschen: Hirtenfamilien, Köchinnen, die den Teig noch von Hand ausrollen, und Nomaden, die jeden Sommer auf die Hochweiden ziehen.
Beschbarmak heißt „fünf Finger“ – früher aß man es mit der Hand. Hammel- oder Pferdefleisch gart stundenlang, handgerollte Teigplatten werden in Rauten geschnitten, das Fleisch fein zerteilt und mit Zwiebeln serviert; die Brühe, Sorpo, trinkt man separat aus Schalen. In den Dörfern des Nordens ist es das Festessen für Ehrengäste, mit klarer Etikette: Die besten Stücke bekommt der Älteste, und der Gastgeber erklärt gern, warum.
Daneben stehen meist Kuurdak – geschmortes Fleisch mit Zwiebeln und Kartoffeln –, Tschutschuk, eine Pferdewurst, und frische Boorsok. Zum Tee gibt es Sanddorn- und Aprikosenkonfitüre und Tschak-Tschak, ein Honiggebäck aus der tatarischen Küche, das hier längst heimisch ist.
Das Getränk der Nomaden ist Kymys, vergorene Stutenmilch. Probieren sollte man es auf den Sommerweiden – am Son-Kul, im Suusamyr-Tal, rund um Kotschkor –, wo es frisch serviert wird: säuerlich, leicht prickelnd, erstaunlich erfrischend. Die Saison reicht von Juni bis August. Ideal dafür ist etwa unsere Reise zu den Seen Son-Kul, Kel-Suu und Issyk-Kul; die Termine für den Sommer 2027 planen wir bereits jetzt im Herbst.
Rund um den Issyk-Kul wird die Küche vielfältiger. In Karakol gehört Aschlan-fu dazu – kalte dunganische Nudeln mit Stärkegelee in würzig-saurer Brühe, am besten auf dem Basar. Im Dorf Kyrtschyn, Schauplatz von Ethnofestivals, sieht man, wie Fleisch im Kasan über offenem Feuer für ein Fest gegart wird – Teil unserer Kulturreise „Pfad des Nomaden“.
Der Norden kocht mit Fleisch, Teig und Milch – das Erbe der Viehzüchter. Der Süden um Osch und Usgen ist von der Ackerbaukultur des Ferghanatals geprägt: Plov mit rötlichem Usgen-Reis, Samsa aus dem Tandyr, Schaschlik, viel Gemüse und Gewürze. Der Norden stärkt nach einem Tag im Sattel, der Süden verführt mit Basarfarben. Am schönsten ist es, beides auf einer Reise zu verbinden.
Wir arbeiten mit Familien, die wir seit Jahren kennen – in Tschon-Kemin, am Issyk-Kul und in Sommerlagern am Son-Kul. Sie können selbst Teig für Beschbarmak ausrollen, Boorsok backen oder beim Melken der Stuten helfen. Tempo und Programm richten sich nach Ihnen; mit Kindern planen wir anders, mehr dazu in unserem Beitrag über Familienreisen in die Berge. Übernachtet wird in komfortablen Jurten oder Boutique-Hotels, unterwegs sind Sie im privaten Geländewagen mit deutsch- oder englischsprachigem Guide.
Soll Ihre Kirgistan-Reise auch eine Reise des Geschmacks werden? Schreiben Sie uns, was Sie probieren möchten – wir entwerfen eine private Route passend zu Ihren Reisedaten.
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