Der Schneeleopard ist Kirgistans Symbol. Wo man seine Spuren findet, wie Fotofallen funktionieren und wie xtravel private Expeditionen mit Biologen plant.

Unsere Touren
Alle anzeigenAm 23. Oktober ist Internationaler Tag des Schneeleoparden, und dieses Datum hat viel mit Kirgistan zu tun: 2013 einigten sich die Länder seines Verbreitungsgebiets in Bischkek auf ein gemeinsames Schutzprogramm. Die Großkatze ziert das Stadtwappen der Hauptstadt und gibt Bergsteigerauszeichnungen ihren Namen, bleibt aber selbst fast unsichtbar. Schätzungen zufolge leben in Kirgistan einige Hundert Tiere, und die meisten Einheimischen haben nie einen gesehen.
Die Verbindung reicht weit zurück: Lange vor der Schrift ritzten Menschen die Silhouette des Leoparden in Stein. Ein schöner Einstieg ist das Freilichtgelände, das wir in unserem Beitrag über die Felszeichnungen von Tscholpon-Ata vorgestellt haben. Zwischen Steinböcken und Hirschen erkennt man den Jäger an seinem langen Schwanz.

Schneeleoparden leben etwa zwischen 2.500 und 4.500 Metern Höhe, dort, wo ihre Hauptbeute grast: Sibirische Steinböcke und Argali-Wildschafe. Ein Schlüsselgebiet ist das Naturschutzgebiet Sarytschat-Ertasch im Südosten der Region Issyk-Kul, wo Forscher seit Jahren mit Fotofallen arbeiten. Jedes Tier lässt sich an seinem individuellen Fleckenmuster erkennen. Wer tiefer einsteigen möchte, findet beim Snow Leopard Trust Berichte über die Feldforschung, auch in Kirgistan.
Ehrlich gesagt: Einen Schneeleoparden auf einer einwöchigen Reise zu sehen, ist äußerst unwahrscheinlich, und wir versprechen es auch nicht. Realistisch sind dagegen frische Spuren im Schnee, Markierungen an Felsen, Reste von Beutetieren und mit etwas Glück Aufnahmen aus Fotofallen, die uns Forscher zeigen. Am besten eignen sich Spätherbst und Winter: Frischer Schnee hält jede Bewegung fest, und die Steinböcke ziehen tiefer, die Leoparden folgen ihnen. Im Sommer sinken die Chancen auf Spuren, dafür sieht man leichter Herden von Steinböcken und Argalis.

Bei uns gilt: kein Anfüttern, keine Drohnen über Wildtieren, kein Annähern an Beutereste und keine Veröffentlichung von Standorten der Fotofallen oder Wildwechsel. Viele Hochlagen liegen in Schutzgebieten und in der Grenzzone, deshalb besorgen wir alle Genehmigungen im Voraus. Die Gruppen bleiben klein: ein Paar, eine Familie, ein paar Freunde. Ein Teil des Reisepreises kann direkt an Wildhüter und Schutzprojekte vor Ort gehen.
Begleitet werden Sie von einem Biologen, der eng mit Feldforschern zusammenarbeitet. Meist beginnen wir mit einer sanften Akklimatisierung am Issyk-Kul und in den Schluchten rund um Karakol, gut kombinierbar mit unserer sechstägigen Rundreise um den Issyk-Kul. Danach geht es im Geländewagen in die Hochtäler, übernachtet wird in beheizten Jurten oder einem betreuten Camp mit eigenem Koch. Wer gern reitet, verbringt Tage im Sattel, ähnlich wie bei unserer Reittour auf den Pfaden des Tian Shan.

Fotografen sollten ein Teleobjektiv ab 400 mm und Ersatzakkus mitnehmen, denn die Kälte leert sie schnell. Mehr zu Licht und Motiven steht in unserem Fotografie-Guide für Kirgistan. Sie möchten im Winter 2026/2027 auf Spurensuche gehen? Sprechen Sie uns frühzeitig an, denn Genehmigungen und der passende Biologe brauchen Vorlauf.
Möchten Sie das mit eigenen Augen sehen?
Wir planen die Route nach Ihren Terminen, Ihrem Tempo und Budget — inklusive Guide, Transfers und Unterkünften. Antwort innerhalb eines Tages.
Beliebte Touren
Vielleicht interessieren Sie sich auch