Sulaiman-Too in Osch: Heiligtümer, Höhlenmuseum, Petroglyphen und Pilgerpfade. Private Kulturreise durch Südkirgistan mit Historiker als Guide.

Unsere Touren
Alle anzeigenOsch zählt zu den ältesten Städten Zentralasiens – und verstehen lässt es sich am besten von oben. Der Sulaiman-Too, ein Felsrücken mit fünf Gipfeln, erhebt sich mitten im Stadtgebiet über Dächer, den großen Jayma-Basar und das Tal des Ak-Buura. Jahrhundertelang diente er den Karawanen im Ferghanatal als Orientierung und war zugleich Kultort: zuerst vorislamischer Glaubensformen, später muslimischer Pilger. 2009 nahm die UNESCO den Berg als erste Welterbestätte Kirgistans auf – als heiligen Berg mit einer seit Jahrtausenden ununterbrochenen Verehrung.
An den Hängen liegen Dutzende Kultstätten: kleine Grotten, Quellen, von unzähligen Händen glatt polierte Steine. Bis heute kommen Menschen mit ganz konkreten Bitten hierher – um Gesundheit, um Kindersegen, um eine gute Reise. Wer den Pfad hinaufgeht, trifft vor allem Pilger, kaum Touristen. Genau das unterscheidet den Sulaiman-Too von einem Museumsdenkmal: Er ist ein lebendiger Ort. Auf dem Gipfel steht eine kleine Moschee, das sogenannte „Haus Baburs“ – der Legende nach zog sich hier der junge Babur, späterer Begründer des Mogulreichs, zurück. Das heutige Gebäude ist eine Rekonstruktion, die Aussicht aber ist die schönste der Stadt.

Ungewöhnlich ist das historisch-archäologische Museum, das in eine natürliche Höhle am Berghang gebaut wurde. Die Fassade aus Glas und Beton wirkt, als sei sie direkt in den Stein gesetzt. Gezeigt werden Funde aus der Umgebung von Osch, Objekte aus der Bronzezeit, Zeugnisse der Seidenstraße sowie Ethnografie nomadischer und sesshafter Kulturen des Ferghanatals. Die Räume sind überschaubar: Mit einem guten Erzähler genügt rund eine Stunde.
Die Felsen tragen zahlreiche Petroglyphen – Tiere, menschliche Figuren, Sonnenzeichen und geometrische Muster. Viele sind flach eingeritzt und nur im schrägen Licht am frühen Morgen oder vor Sonnenuntergang gut zu erkennen. Wer bereits die Felsbilder von Tscholpon-Ata am Issyk-Kul kennt, wird den Unterschied spannend finden: Im Süden sind die Motive anders und enger mit den Kultstätten verwoben.

Wir starten früh, solange es kühl und ruhig ist, begleitet von einem Historiker, der neben den Daten auch die Legenden jeder Grotte kennt. Er erklärt zudem die Etikette an den Heiligtümern: wo Fotos in Ordnung sind und wo man besser einfach innehält. Nach dem Museum folgt ein entspanntes Mittagessen mit südkirgisischer Küche – Plov nach Oscher Art, Samsa aus dem Tandyr, grüner Tee im Schatten der Platanen. Am Nachmittag lockt der Jayma-Basar mit Gewürzen und handgeschmiedeten Messern, am Abend das beste Hotel der Stadt.

Osch ist selten Endstation. Von hier geht es bequem weiter zu den Walnusswäldern von Arslanbob, nach Usgen mit seinem Minarett und den Mausoleen aus der Karachaniden-Zeit oder hinauf ins Alai-Gebirge. Kombiniert mit dem Norden – etwa einem Tag am Burana-Turm im Tschüi-Tal – entsteht eine runde Seidenstraßen-Reise beiderseits des Tian Shan. Ideal sind Frühling und Herbst; das milde Wetter hält bis in den November, und schon jetzt lässt sich die Saison 2027 planen.
Eindrücke unserer Reisen finden Sie in der xtravel-Galerie. Für Ihre private Südkirgistan-Reise kontaktieren Sie unser Team – wir planen die Route passend zu Ihren Terminen und Ihrem Tempo.
Möchten Sie das mit eigenen Augen sehen?
Wir planen die Route nach Ihren Terminen, Ihrem Tempo und Budget — inklusive Guide, Transfers und Unterkünften. Antwort innerhalb eines Tages.
Beliebte Touren
Vielleicht interessieren Sie sich auch