Sommer in Kirgisistan: 10 unglaubliche Orte vom Issyk-Kul bis Kel-Suu. Routen, Unterkunfts- und Transporttipps für die perfekte Reise.

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Alle anzeigenIm Sommer lässt sich in Kirgisistan vieles auf einer Reise verbinden: im Issyk-Kul schwimmen, in einer Jurte übernachten und unter schneebedeckten Gipfeln wandern. Auf den Hochweiden blühen die Wiesen, Pferde grasen am Wegesrand, und über den Seen hält sich das Abendlicht besonders lange. In 10–14 Tagen können Sie mehrere Regionen kennenlernen und dabei Zeit für Spaziergänge und Erholung einplanen. Wir haben zehn Orte für Ihre Sommerreise ausgewählt. Denken Sie bei der Planung an die Entfernungen: Fahrten durch die Berge nehmen oft einen großen Teil des Tages in Anspruch.
Am Issyk-Kul lassen sich Badetage wunderbar mit Ausflügen in die umliegenden Schluchten verbinden. Am Nordufer bieten Tscholpon-Ata, Bosteri und Tamtschy eine große Auswahl an Hotels, Ferienanlagen und Aktivitäten am Strand. Am Südufer, in Kadschi-Sai, Tosor und Tamga, können Sie in einem Gästehaus oder Jurtencamp übernachten und von dort zu Canyons und Wasserfällen aufbrechen. Karakol liegt nahe dem östlichen Ende des Sees und eignet sich als Ausgangspunkt für Ausflüge nach Dschety-Ögüz, Altyn-Araschan und in die Karakol-Schlucht.
Am Son-Kul begeistert vor allem die Weite: der See, sanfte Bergzüge, Pferdeherden und Jurten auf grünen Weiden. Hier können Sie ausreiten, das traditionelle Getränk Kumys aus vergorener Stutenmilch probieren und den Sonnenuntergang am Wasser erleben. Die Hauptreisezeit reicht von Juni bis September. Wann die Zufahrtsstraßen öffnen, hängt allerdings von der Schneelage auf den Pässen ab. Eine Route führt von Kotschkor über den Kalmak-Aschuu-Pass. Wählen Sie das Fahrzeug passend zum Straßenzustand und erkundigen Sie sich vorab nach der Ausstattung des Camps. Selbst im Juli kann es nachts frieren, eine warme Jacke gehört deshalb ins Gepäck.

Der Kel-Suu liegt verborgen in den Bergen der Region Naryn, auf etwa 3.500 Metern Höhe nahe der chinesischen Grenze. Der schmale See windet sich zwischen Felswänden hindurch; vom Ufer aus ist nur ein Teil davon zu sehen. Von Naryn geht es mit dem Geländewagen zu den Jurtencamps im Kok-Kyja-Tal, anschließend zu Fuß oder zu Pferd weiter zum See. Planen Sie ab Naryn zwei bis drei Tage für die Fahrt und den Ausflug zum See ein. Die Genehmigung für das Grenzgebiet muss im Voraus beantragt werden. Übernachtungen sind in den Jurtencamps möglich, ein eigenes Zelt ist daher nicht nötig.
Der Sary-Tschelek liegt im Westen Kirgisistans, in der Region Dschalal-Abad. Dichte Wälder bedecken die Hänge, Bäume und Berge spiegeln sich im ruhigen Wasser. Der See gehört zu einem Biosphärenreservat mit Walnuss- und Wildobstwäldern sowie mehreren kleineren Seen. Bleiben Sie am besten ein paar Tage, erkunden Sie die freigegebenen Wege und wählen Sie gemeinsam mit einem örtlichen Guide eine passende Wanderroute. Im Dorf Arkyt gibt es Gästehäuser. Welche Wege zugänglich sind und welche Besuchsregeln gelten, erfahren Sie bei der Verwaltung des Schutzgebiets.

Etwa 40 Kilometer südlich von Bischkek erwartet Sie die Landschaft von Ala-Artscha: ein rauschender Fluss, mit Wacholder bewachsene Hänge und schneebedeckte Gipfel. Für einen entspannten Tag bietet sich ein Spaziergang durch das Tal an. Anspruchsvoller ist die Wanderung zum Ak-Sai-Wasserfall. Für den Aufstieg ab dem Bergsteigerlager sollten Sie zwei bis drei Stunden und zusätzlich Zeit für den Rückweg einplanen. Weiter oben liegt die Ratsek-Hütte, zu der ein schwierigerer Bergpfad führt. Gletschertouren erfordern Vorbereitung, geeignete Ausrüstung und eine qualifizierte Begleitung. Informieren Sie sich vor der Fahrt über die aktuellen Eintrittspreise und Zufahrtsregelungen des Parks.
Hinter dem Too-Aschuu-Pass öffnet sich das weite Suusamyr-Tal. Im Sommer leuchten die Weiden grün, Jurten stehen entlang der Straße und Pferdeherden ziehen über die Hänge. Auf dem Weg von Bischkek in den Süden des Landes lohnt sich hier eine Pause: zum Mittagessen, für einen Spaziergang oder für eine vorab organisierte Übernachtung. Wer bis zum Abend bleibt, kann in einer klaren, mondlosen Nacht fernab künstlicher Beleuchtung den Sternenhimmel bewundern. Das Tal liegt auf über 2.000 Metern Höhe, nach Sonnenuntergang wird es deshalb schnell kühl. Planen Sie für die Fahrt durch die Berge ausreichend Zeit ein.

Am Südufer des Issyk-Kul, nahe dem Dorf Tosor, haben Wind und Wasser aus farbigen Gesteinsschichten Türme, Grate und gewundene Durchgänge geformt. Dazwischen öffnen sich immer wieder Ausblicke auf den See. Für einen Besuch im Skazka-Canyon, auch Märchencanyon genannt, können Sie ein bis zwei Stunden einplanen. Wählen Sie die Wege passend zu Ihrer Kondition und Trittsicherheit. Im Sommer sind der Morgen und die Stunden vor Sonnenuntergang angenehm: Es ist weniger heiß, und die Rot- und Goldtöne kommen besonders schön zur Geltung. Nehmen Sie Wasser und Schuhe mit griffigen Sohlen mit. Nach Regen können lehmige Abschnitte rutschig sein. Die aktuelle Eintrittsgebühr sollten Sie vorab erfragen.
Am Eingang der Schlucht empfangen Sie die roten Felsformationen „Sieben Stiere“ und „Gebrochenes Herz“. Weiter im Tal verändert sich die Landschaft: Die Straße folgt dem Fluss, Fichten und grüne Lichtungen tauchen auf. Wer mehr sehen möchte, fährt weiter ins Kok-Dschajyk-Tal, das häufig als Tal der Blumen bezeichnet wird. Hier beginnt die Wanderung zum Wasserfall „Mädchenzöpfe“. Rechnen Sie für Hin- und Rückweg mit etwa anderthalb bis zwei Stunden und planen Sie die Anfahrt zur Wiese zusätzlich ein. Im Sommer können Sie in einem Jurtencamp übernachten oder einen Ausritt organisieren.

In Arslanbob lohnt es sich, länger zu bleiben: für Spaziergänge unter Walnussbäumen, weite Bergblicke und hausgemachte Abendessen in den Gästehäusern. Das Dorf in der Region Dschalal-Abad ist von ausgedehnten Walnuss- und Wildobstwäldern umgeben. In der Nähe liegen zwei bekannte Wasserfälle. Der Kleine Wasserfall ist leichter zu erreichen; die Wanderung zum Großen Wasserfall dauert länger und führt teilweise über steile Abschnitte. Wählen Sie Ihre Route je nach Kondition und Wetter. Die Walnussernte findet im Herbst statt. Im Sommer locken grüne Landschaften, kühle Waldwege und Einblicke in den Alltag der Menschen vor Ort.
Die steinerne Karawanserei Tasch-Rabat steht in einem Bergtal der Region Naryn. Ihre kühlen Gänge und gewölbten Räume erinnern an die Zeit der Karawanen auf der Seidenstraße. In der Nähe bieten Jurtencamps Übernachtungen an. Einen Ausflug zum Tschatyr-Kul sollten Sie gesondert planen und dabei die Route sowie die Kondition der Teilnehmenden berücksichtigen. Der See liegt auf etwa 3.530 Metern Höhe in einem Schutzgebiet, das für Wasservögel von großer Bedeutung ist. Für einen Besuch müssen die Route vorab abgestimmt und die erforderlichen Genehmigungen eingeholt werden, darunter die Genehmigung für das Grenzgebiet.
Transport: Für die Hauptstraßen reicht ein normaler Pkw, auf schwierigen unbefestigten Strecken ist ein Geländewagen nötig. Berücksichtigen Sie bei der Fahrzeitplanung Pässe, Pausen und den Straßenzustand.
Akklimatisierung: Gewinnen Sie langsam an Höhe, besonders vor Übernachtungen oberhalb von 3.000 Metern. Treten nach dem Aufstieg Kopfschmerzen oder Übelkeit auf, steigen Sie nicht weiter auf. Verschlimmern sich die Beschwerden, steigen Sie ab und suchen Sie Hilfe.
Geld: Nehmen Sie vor der Fahrt in die Berge genügend Bargeld in kirgisischen Som mit. Ob Kartenzahlung möglich ist, hängt vom jeweiligen Betrieb und Ihrer Bank ab. In abgelegenen Gegenden gibt es unter Umständen keine Geldautomaten.
Mobilfunk: Der Empfang hängt vom jeweiligen Tal ab, nicht nur vom Anbieter. Laden Sie Karten vorab herunter, nehmen Sie eine Powerbank mit und erkundigen Sie sich nach der Netzabdeckung entlang Ihrer Route.
Versicherung: Wählen Sie eine Police, die Ihre geplanten Aktivitäten und die Höhe Ihrer Route abdeckt. Prüfen Sie für Reisen ins abgelegene Hochgebirge auch die Bedingungen für Such- und Rettungseinsätze sowie medizinische Evakuierungen, einschließlich Hubschraubereinsätzen.
Eine Sommerreise durch Kirgisistan verbindet Badetage, Bergwanderungen, Abende in der Jurte und Spaziergänge durch den Wald. Für viele Hochgebirgsrouten eignen sich Juli und August. Auch im September sind Reisen möglich; ob die Pässe zugänglich bleiben, hängt vom Wetter ab. Entdecken Sie unsere Reiseprogramme und besprechen Sie Ihre Wünsche auf xtravel.kg.
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